Moritz - Delphintherapie

   
  Was ging so ab in 2004
   
 

Nachdem ich von den Delphinen zurueck gekommen bin, wollten natuerlich alle Leute um mich herum erfahren, was ich bei IDC (Island Dolphin Care) alles erlebt und gelernt habe. Ich reiste also von Veranstaltung zu Veranstaltung und meine Mama zeigte Bilder, Filme und uebersetzte meinen Bericht, damit diesen auch alle verstanden.

Bei einem dieser Informationsabende wurde meine Mama von einer Frau auf die "Hundetherapie" angesprochen. Die Frau meinte, das mit den Delphinen sei ja schon toll, aber hier bei uns gibt es ja nun mal keine Delphine, dafuer gibt es aber Hunde, die eine spezielle Ausbildung haben, um mit Kindern zu arbeiten. An Hunde bin ich schon gewoehnt, weil meine Kinderfrau und die Freunde meiner Mama einen Hund besitzen. Deshalb habe ich auch keine Angst vor Hunden. Hoechstens die Hunde bekommen manchmal Angst vor mir, wenn ich mich zu laut mit ihnen unterhalten will.
Nach dem Gespraech mit Mama hat dann die Frau gemeint, sie wird es managen, dass ich in Zukunft mit einem Hund spielen kann. Darueber hat sich Mama sehr gefreut.

Als allererstes musste ich mich aber nun endgueltig in meiner neuen Schule und in meiner neuen Wohngruppe einleben. Ich war ja vor Florida schon ein paar Wochen dort, aber es war trotzdem noch alles sehr fremd fuer mich und deshalb mussten mal wieder meine Finger herhalten. Ich habe meinen Mittelfinger arg maltraetiert. Als ich nach ein paar Wochen wieder mit dem Beissen aufhoeren konnte, war er ziemlich kaputt und entzuendet.

In den Sommerferien waren wir dann wieder in der Fachklinik Hohenstuecken in Brandenburg. Dort hatte ich das gleiche umfangreiche Programm wie schon vor 2 Jahren. Am meisten Spass gemacht hat es mir dort, wenn Dr. Hartmann kam und mit mir "Kommunikation" uebte. Ich habe ihn sehr gemocht, weil er mich ganz gut verstehen kann. Er kann genauso brummeln wie ich. Bei ihm habe ich gelernt 2 mal auf den Tisch zu klopfen, wenn ich ein Spielzeug haben will oder wenn ich etwas essen moechte. Jetzt brauchen wir den Bigmack nicht mehr beim Essen, weil ich ja jetzt so zeigen kann, dass ich etwas moechte. Ich finde das sehr gut.

Ueberhaupt mache ich die meisten Fortschritte beim Essen und Trinken. In Brandenburg habe ich z.B. meinen absoluten Lebensrekord aufgestellt bezueglich meiner Trinkmenge. An einem Tag habe ich 1,5 l Tee getrunken. Normalerweise trinke ich aller-hoechstens einen Liter am Tag, eher viel weniger. Aber ich habe dort gelernt mit dem Strohhalm zu trinken und das hat mir total Spass gemacht . Jetzt kann Mama den Trinkbecher mit Strohhalm genau vor mich auf den Tisch stellen und wenn ich durstig bin, nehme ich ihn manchmal selbstaendig und trinke allein.
Auch meinen Loeffel nehme ich immer oefter selbst aus dem Teller, wenn ich nicht warten will, bis ihn mir jemand gibt. Ich kann ihn auch allein zum Mund fuehren, aber nur wenn ich mag. Meistens geht aber vieles daneben und meine Mama muss mir dann helfen.

Seitdem wir zurueck sind aus Brandenburg, besucht mich einmal in der Woche "Rada" mit ihrem Frauchen. Rada ist eine grosse Hundedame und ganz arg lieb. Sie hat eine eigene Homepage
http://hometown.aol.de/sonnenfee277 und da gibt es auch Bilder von Rada und mir.

Mit Rada bin ich gerne zusammen.

Sie laesst sich von mir streicheln und fuettern und manchmal rueckt sie ganz eng an mich, damit ich ihr Fell gut fuehlen kann. Manchmal bin ich, bevor Rada kommt, sehr laut und brummig, aber Rada schafft es dann schnell, dass ich leise werde und mich beruhige.

Im Jahr 2004 gab es auch weiterhin viele Spendenaktionen fuer mich:

Im Januar in Stuttgart-Moenchfeld und im Mai in Ditzingen in der St.Maria Kirche fanden nochmals Benefiz-Konzerte statt.

Ich moechte mich ganz herzlich bei allen Mitwirkenden fuer die wunderschoenen Darbietungen bedanken und natuerlich auch bei denen, die wieder grosszuegig gespendet haben.

Besonders bedanken moechte ich mich auch bei den Frauen und Maennern des Seniorenkreises in Ditzingen, die das Konzert in Ditzingen initiierten.

Wenn ich zu Besuch bei meinem Onkel bin, werde ich immer wieder von Ihm gefordert und ich muss dann etwas ganz neues tun. Mit der Hilfe und Unterstuetzung von meiner Mama, durfte ich auf eine Leiter steigen.

    
Der Aufstieg ist beschwerlich, aber das Laecheln des Siegers laesst alle Muehen vergessen.


Von oben sieht doch alles ganz anders aus!

In der Vorweihnachtszeit hat meine Tante es nicht lassen koennen, nochmal kraeftig die Werbetrommel für mich zu ruehren und das Spendenkonto aufzufuellen, damit ich im Maerz 2005 nochmal nach Florida kann. Sie hat Delphin-Ausstecherle gebacken, Wolle-Engel, Kerzen, Windlichter und Weihnachtskarten gebastelt. Gemeinsam mit meinem Onkel Claus hat sie 140 Glaeser feinstes Quittengelee eingekocht und auf verschiedenen Weihnachtsmaerkten verkauft.

Beim Verkauf war ich auch mit dabei und habe auf meine Art die Leute auf mich aufmerksam gemacht. Es hat mir viel Spass gemacht, vor allem die tollen Duefte auf den Weihnachtsmaerkten und die vielen Leckereien.

Jetzt bin ich gespannt, wie es 2005 weitergeht...

   
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