Moritz - Delphintherapie

   
  Reise zur Delphintherapie 2005
   
 

Weil 2004 bei den Delphinen so toll war, buchten wir fuer 2005 gleich noch eine Delphin-Therapie in Florida. Auch dieser Aufenthalt war sehr erfolgreich. Ich uebte Kommunikations- und Lauf-Training. Ich danke allen, die mir diese Therapie ermoeglicht haben.

Samstag, 26. Maerz
habe ich erstmal fuer unser leibliches Wohl gesorgt und bin mit Mama einkaufen gefahren. Anschliessend waren wir baden.

Ostersonntag, 27. Maerz
sind wir nach Key-West gefahren, weil dort die Sonne gescheint hat. Da waren wir auch zum Osterfestmahl beim Burger King.

Ostermontag, 28. Maerz
war mein erster Therapietag. Schwimmen mit Squirt (Delphinmama mit Baby Fuij) und meiner Therapeutin Kathy. Habe sofort alles wieder gecheckt und gewusst was ich machen muss. Kathy ist ganz stolz auf mich, weil ich mich an alles erinnere.
Klaro, habe ja auch im letzten Jahr gut aufgepasst und gelernt.

Da sieht man wie Squirt Kathy und mich durch das Wasser schiebt. Das Wasser ist genauso kalt wie im letzten Jahr.

Meine Mama und meine Tante haben Eltern mit einem Kind kennengelernt, das auch zur Therapie hier ist. Wir haben sie gemeinsam in deren Wohnung besucht. Diese Eltern haben am Nachmittag einen Hai geangelt und deshalb konnte ich zum ersten Mal einen Hai aus der Naehe und in kurzer Entfernung betrachten, denn der lag ja bereits auf dem Grill. Soll koestlich geschmeckt haben. Danach konnte ich mein Allgemeinwissen erweitern. Als wir am Strand spazieren gingen, schwamm direkt vor uns eine Seekuh herum. Ich dachte immer, Kuehe gibt es nur an Land und auf den Bergen.

Moritz, Kathy, Squirt und Fuji bei der "Superman" Uebung

Donnerstag, 31. Maerz
versuchte Kathe im Wasser immer mehr Ihre Hilfe und Unterstuetzung fuer mich wegnehmen, so dass ich viel alleine tun konnte und musste, zum Beispiel hat Squirt mich auf dem Ruecken durch das Wasser geschoben, Kathe schwamm nur nebenher und passte auf. Als ich mich an der Rückenflosse hielt, musste mich Kathe auch kaum noch unterstuetzen. Alles in allem war es ein genialer Schwimmtag und ich sehe die Delphine, Squirt und Fuji, immer aufmerksamer an und schaue ihnen hinterher, wenn sie wegschwimmen.
      
Mama schau doch!

Im Klassenzimmer kam ich mit Hilfe von Peter in den Stehstaender und ich sollte stehend entscheiden, ob ich Brot oder Apfelmus essen will oder ob ich malen moechte. Die Schwierigkeit bei der Entscheidung war nicht das Stehen, sondern meine Muedigkeit. Nach fuenf Minuten entschied ich mich lieber fuers Schlafen. Deswegen wurde die Stunde abgebrochen und wird naechste Woche nachgeholt. Nachmittags schwammen wir alle zusammen im warmen Meer bei unserem Wohnhaus.

Sonntag, 3. April
habe ich einen neuen Laufrekord aufgestellt, 15 Minuten mit meinem Walker an einem Stueck gelaufen. Das machen nicht mal die Amerikaner, die fahren alles mit dem Auto. Ein weiterer Rekord ist, dass ich bis zu 7 Becher Tee am Tag trinke. Langsam sollte meine Mama mir mal ab und zu ein Bier geben. Bin doch alt genug dafuer oder ? Ich schiele nicht mehr sagt meine Mama. Ich wuerde sie jetzt direkt ansehen. Dafuer beisse ich vor Aufregung meine Finger kaputt. Kathe hat mir ein paar Armschienen verpasst, damit ich meine Finger nicht mehr in den Mund stecken kann. Das sind vielleicht Foltermethoden. Aber Fingerbeissen ist auch nicht so toll.

Montag, 4. April
gings wieder ins Wasser mit den Delphinen. Ich brauche immer weniger die Unterstuetzung von Kathy. Ich halte mich alleine an der Flosse, und streichle alleine am Delphin entlang und ich halte ganz alleine mein Schwimmbrett und Squirt schiebt mich dabei an den Fuessen. Letztes Jahr hat der Delphin noch Kathe geschoben. Dieses Jahr schiebt er mich! Ausserdem halte ich ganz alleine den grossen Reifen, wenn Squirt und ihr Baby Fuji durchspringen. So viel (beinahe) ganz alleine habe ich letztes Jahr noch nicht gekonnt.


Bei der Superman-Uebung war ich ganz cool und habe vor mich hingegrinst.


Ein Kuesschen von Kathy waere mir lieber!

Freitag, 15. April


Tschuess Squirt....

Heute heisst es Abschied nehmen. Das wird nochmal richtig stressig.
Fahrt nach Miami, Auto abgeben, einchecken... Flug nach Madrid, umsteigen, Flug nach Frankfurt.... Im Flieger gibts dann bestimmt wieder Paella.

Samstag, 16.April
Ankunft in Frankfurt. Meine Mama und meine Tante haben im Flieger fast nicht geschlafen und sehen ziemlich geschafft aus. Jetzt noch mit dem Zug nach Stuttgart. Dann bin ich wieder daheim.

Sonntag, 17.April
Beim Fruehstueck zeigt mir meine Mama nochmals, was ich gebastelt habe und die Bilder auf der CD, die wir von Kathy bekommen haben. Bei jedem Bild muss ich schmunzeln und freue mich, dass ich darauf meinen Delphin Squirt und meine Kathy erkennen kann. Meine Mama sagt, das waere das erstemal gewesen, dass ich jemanden auf Fotos wiedererkannt habe und das auch zum Ausdruck bringen konnte.

Ich danke allen, die mir wieder diese Therapie ermoeglicht haben. Vor allem moechte ich dem Team bei Island Dolphin Care fuer die liebevolle Betreuung und Fuersorge danken. Ein besonderes lieber Gruss geht an meine Kathy und Delphin Squirt. Es war einfach toll und ich habe so viel Neues gelernt!!!

Viele Gruesse,
Euer Moritz

Was war sonst noch 2005

Das neue Jahr fing gar nicht gut an, weil bei meiner Huefte etwas nicht stimmt. Ich war bei verschiedenen Aerzten, aber keiner von denen kann sich so ausdruecken, dass ich das auch verstehe.
Drei Aerzte, fuenf Meinungen. Seit der Delphintherapie bin ich im Laufen viel besser geworden. Mama hat mir extra ein Laufband gekauft. So ein cooles Teil wie im Fitness-Center. Wenn meine Mama mich von hinten haelt, laufe ich manchmal 200 Meter in 20 Minuten. Das ist echt gut. Rekorde muss ich ja keine aufstellen, aber es ist sehr gut fuer meinen Kreislauf. Ob das meiner Huefte schadet, weiss ich nicht. Waere aber schlecht, wenn ich nicht mehr laufen duerfte.

Ich habe ein neues Computer-Programm bekommen, mit dem ich auch Entscheidungen treffen kann. Wenn ich auf die blaue Taste druecke, kann ich aus einzelnen Baukloetzen am Bildschirm einen Hampelmann zusammensetzen. Mit der roten Taste baue ich einen Schneemann. Als ich das erste Mal davor sass, hat mich das Programm so fasziniert, dass ich gar nicht mehr aufhoeren wollte. Ich bin fast mit dem Kopf in den Bildschirm gekrochen und habe die Tasten immer schneller gedrueckt.

In dem neuen Heim habe ich mich sehr gut eingelebt. Viele Freunde und Freundinnen habe ich auch schon gefunden, klar, bei meinem Charme und meiner Kontaktfreudigkeit.



Am 5. Oktober 2005 war es dann soweit. Im Kinderkrankenhaus "Olgaele" in Stuttgart wurde ich an der Huefte operiert und bekam einen Gips. Auf dem Bild koennt Ihr sehen, was die aus mir gemacht haben. Vier Wochen konnte ich mich nicht hinsetzen und nicht umdrehen, musste immer liegen. Am Anfang ging das ja noch, aber dann fing da alles an zu jucken und ich kann mich doch nicht kratzen oder sagen, wo es juckt. Nach vier Wochen wurde der Gips unter Narkose abgemacht. Als ich aufwachte, hatte ich das naechste bloede Ding wieder dran. Haette mir auch jemand sagen koennen, dass das noch laenger dauert.


   
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